„GO BIG!“ – Gesundheitskompetenz im Triestingtal
Projektstart:
10/2019
Projektende:
12/2020
Beteiligte Gemeinden
- Altenmarkt an der Triesting
- Aspangberg-St. Peter
- Feistritz am Wechsel
- Kirchberg am Wechsel
- Mönichkirchen
- Otterthal
- Raach am Hochgebirge
- St. Corona am Wechsel
- Trattenbach
Kleinregion
Triestingtal
Themenfelder
- Gesundheit und Soziales
Spezialkategorien
- Fonds für Kleinregionen: über den Kleinregionalen Entwicklungsfonds geförderte Pilotprojekte
Inhalt/Projektbeschreibung
Das Projekt „GO BIG!“ widmete sich der Förderung der Gesundheitskompetenz und des Wohlbefindens von Jugendlichen in der Kleinregion Triestingtal. Die Region ist geprägt durch eine Mischung aus ländlichen Strukturen und Industriegebieten sowie durch einen überdurchschnittlich hohen Migrationsanteil (bis zu 32 % in Hirtenberg) und diverse sozioökonomische Belastungsfaktoren wie Arbeitslosigkeit und Armutsgefährdung.
Kernziel war es, insbesondere bildungsferne und benachteiligte Jugendliche über die niederschwelligen Angebote der Offenen Jugendarbeit zu erreichen und ihre Lebenszufriedenheit nachhaltig zu verbessern.
Zentrale Projektergebnisse
- Die „Gesunde Wohlfühlkarte“: Als praktisches Resultat der qualitativen Forschung entstand eine regionale Karte, die gesundheitsrelevante Ressourcen und Vereine speziell für junge Menschen bündelt und zugänglich macht.
- Wissenschaftliche Berichterstattung: Die Ergebnisse wurden im Dezember 2020 bei einer österreichweiten Online-Gesundheitstagung sowie im Juli 2021 regional in Berndorf präsentiert.
- Personalaufwand: Für die Erhebungen und die Erstellung der Wohlfühlkarte wurden insgesamt rund 1.290 Personalstunden (520h empirische Erhebung / 770h qualitative Vertiefung) aufgewendet.
Aktivitäten/Methoden
Das Projekt basierte auf einer Säule aus wissenschaftlicher Erhebung und praktischer Begleitung:
- Quantitative Erhebung: Geplant war eine empirische Gesundheitsstudie (angelehnt an die HBSC-Studie) mittels Fragebögen. Aufgrund der Covid-19-Pandemie musste der Fokus von Schulbefragungen auf alternative Erhebungsformen im öffentlichen Raum und in Betrieben verlagert werden.
- Qualitative Erhebung („Photo Voice“): Dieser partizipative Ansatz wurde zum Herzstück des Projekts. Jugendliche hielten ihre Sicht auf Gesundheit und „Wohlfühlorte“ fotografisch fest, ergänzt durch 33 ausführliche Interviews.
- Begleitende Evaluierung: Die FH Eisenstadt führte eine Prozessevaluierung über die gesamte Laufzeit durch, um die Wirksamkeit der Maßnahmen sicherzustellen.
Projekterfolg/Empfehlungen
Als herausragender Erfolg gilt die hohe Partizipation: Über 132 Jugendliche beteiligten sich aktiv an der Erstellung der Studie, den Pre-Tests und der grafischen Aufbereitung. Besonders hervorzuheben ist der generationenübergreifende Dialog, der bei der Abschlusspräsentation in Kooperation mit dem PBZ Berndorf angestoßen wurde.
Empfehlung für die Zukunft:
Um die psychosoziale Gesundheit der Jugendlichen langfristig zu stärken, wird eine Fortführung der Maßnahmen in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden empfohlen, um die identifizierten Ressourcen der Region dauerhaft nutzbar zu machen.
Kosten und Finanzierung
Gesamtkosten: EUR 29.920,-
Förderung:
EUR 14.960,- Abteilung Raumordnung und Gesamtverkehrsangelegenheiten (Fonds für Kleinregionen)
