Leerflächeninitiative (KR Donau-Ybbsfeld)
Projektstart:
02/2021
Projektende:
12/2022
Beteiligte Gemeinden
- Ardagger
- Blindenmarkt
- Ferschnitz
- Neustadtl an der Donau
- St. Georgen am Ybbsfelde
- Viehdorf
Kleinregion
Donau-Ybbsfeld
Themenfelder
- Raumentwicklung
Spezialkategorien
- Fonds für Kleinregionen: über den Kleinregionalen Entwicklungsfonds geförderte Pilotprojekte
- Top Projekte: meist aufgerufenen Projekte der letzten 3 Monate
- Digitalisierungsprojekte
Inhalt/Projektbeschreibung
Veränderte Konsum- und Mobilitätsgewohnheiten führen zunehmend zu Leerständen in Ortszentren, was die Standortqualität schwächt und wertvolle Wohnraumressourcen ungenutzt lässt. Das Projekt setzt hier an, um die Innenentwicklung vor die Außenentwicklung zu stellen. Ziel ist es, durch eine systematische Analyse und aktiven Dialog Hemmnisse bei der Immobilienverwertung abzubauen, Eigentümer bei der Neunutzung zu unterstützen und so die Ortskerne nachhaltig zu beleben.
Aktivitäten/Methoden
Zentrale Projektschritte
- Bestandserhebung: Durchführung einer sekundärstatistischen Analyse sowie Kartierung und Begehung („Orts-Check“) der Leerstände.
- Kommunikation & Beratung: Unterstützung der BürgermeisterInnen im Dialog mit ImmobilieneigentümerInnen, Durchführung runder Tische (z. B. in Neustadtl/Donau) und Hilfestellung für veränderungsbereite EigentümerInnen.
- Bewusstseinsbildung: Kontinuierliche mediale Begleitung (Gemeindezeitungen, NÖN), um das Thema Leerstand positiv zu besetzen und private Investitionen anzuregen.
- Ergebnissicherung: Erstellung eines detaillierten Berichts über künftige Nutzungsperspektiven und die Etablierung einer regionalen Leerstandsdatenbank zur Nutzung interkommunaler Synergien.
Projekterfolg/Empfehlungen
Der Projektverlauf war von zwei wesentlichen Faktoren geprägt:
- Teilnehmerkreis: Entgegen der ursprünglichen Planung konnten die Gemeinden Blindenmarkt und St. Georgen am Ybbsfelde aufgrund fehlender Gemeinderatsbeschlüsse nicht am Projekt teilnehmen.
- Verzögerungen: Externe Krisenereignisse – die Corona-Pandemie sowie das Hochwasser im Juli 2021 – erforderten eine kurzfristige Priorisierung anderer Gemeindeaufgaben, wodurch die Initiative zeitweise hintangestellt wurde.
Trotz der zeitlichen Verzögerungen schafft das Projekt eine fundierte Entscheidungsgrundlage für proaktive Maßnahmen. Es fördert eine regionale „Aufbruchstimmung“ und liefert durch die Dokumentation von Motiven und Investitionshemmnissen wertvolle Ansätze für die künftige Ortskernstärkung in der Kleinregion.
Kosten und Finanzierung
Gesamtkosten: EUR 21.332,68
Förderung:
EUR 12.799,61 Abteilung Raumordnung und Gesamtverkehrsangelegenheiten (Fonds für Kleinregionen)
Kontakt zur Kleinregion
Ardagger Markt 58
3321 Ardagger
E-Mail: gemeinde(at)ardagger.gv.at
